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  • Stefan Bergmann

Was Führung für dich bedeuten sollte?

Als Manager, Führungskraft oder Teamleiter hast du wahrscheinlich viel Verantwortung in deinem Bereich. Auch wird dir ein gewisser Status zugeschrieben, dem du auch gerecht werden möchtest. Doch wie definierst du deine Leistung? An was wird diese gemessen?

An Umsätzen? An Lieferterminen? Oder an der Potenzialentfaltung deiner Mitarbeiter?


Hast du jemals den Versuch unternommen, deine Mitarbeiter zu fragt, ob sie mit dir und deinen Handlungen einverstanden sind? Hast du schon mal gefragt, was du verändert müsstest, um die Entwicklung deinen Mitarbeiter zu begünstigen oder ob sie das Gefühl haben, unter deiner Führung sich zu entwickeln?

Oder hast du dich jemals gefragt, was deine Mitarbeiter wirklich von dir brauchen? Vielleicht um auch selbst Karriere machen zu können? Denn ob deine Mitarbeiter Karriere machen, hängt zum einen von dem Bild ab, welches du ihnen von "Karriere" gibst und zum anderen vom Arbeitsumfeld das du für sie schaffst, damit deine Mitarbeiter darin Wachstum zu finden.


Mehr und mehr Menschen finden den Weg zu Business-Coaches und Karriere-Berater, weil sie ihre berufliche und private Situation verändern möchten. Persönlichkeitsentwicklung und Glücklichsein im wirtschaftlichen Umfeld wird für immer mehr Menschen zunehmend wichtiger.


Inzwischen ist das auch bei Menschen zu erkennen, die schon sehr lange einem Unternehmen angehören, aber dennoch keine echte Verbundenheit mehr zum Unternehmen fühlen.

Persönlichkeitsentwicklung, Mitspracherecht und Wertschätzung als Mensch und nicht nur über die vom Unternehmen definierte Rolle, waren bei den vorherigen Generationen vielleicht noch nicht so die großen Themen.


Und heute? Sind es heute Themen? Sind es heute deine Themen als Führungskraft?


Der durchschnittliche Angestellte im Unternehmen hat in der Regel kaum eine Chance über seinen vom Unternehmen festgelegten Entwicklungsrahmen hinauszuwachsen. Sicherlich mag es hier und dort auch Ausnahmen geben und jeder kann sich schließlich auch auf eine neue Stelle bewerben.


Vielleicht wird dann aus Scrum mal Kanban. Vielleicht wird jetzt mal zur Abwechslung etwas mehr agil gearbeitet. Aber ist das die neue "Entwicklung" am Menschen?


Denn wie kann der Mitarbeiter sich entwickeln, wenn er kaum die Möglichkeit hat, Fehler zu machen? In welchem Unternehmen wird heute denn Kontrolle durch Vertrauen ersetzt? Was darf der Mitarbeiter im durchschnittlichen Unternehmen denn schon wirklich grundlegendes entscheiden?


Vielleicht welche Aufgabe er als Nächstes beginnen darf oder was in das nächste Arbeitspaket wandert? Sind das wirklich die Zugeständnisse, die plötzlich die Welt für Menschen im Anstellungsverhältnis grundlegend verändern und deren Wachstumskurven begünstigen?


In einer Gesellschaft in der wir uns über Positionen und Hierarchien definieren, ist eben nicht Platz für Gedanken und Ideen von jedermann im Unternehmen. Der agile Gedanke ist natürlich ein Schritt in eine wohlwollende Richtung. Doch ohne neu gelebtes Menschenbild verkümmert auch diese Idee zu einem Aktionismus mit Worthülsen wie "Vertrauen", "Offenheit", "Mut", "Respekt" und "Achtsamkeit".


Menschen brauchen einen Rahmen welchen Sie selbst definieren und füllen können. Das gelingt aber nur durch Tiefe und gelebte Wertschätzung sowie echtem Vertrauen in die Person und deren Fähigkeiten sich selbst verändern zu können.


Als Führungskraft geht es um den grundlegenden Glauben von dir, dass jeder Mensch Erfolg haben kann und darf, wenn er seinen Denkrahmen verändert und seinen Sinn darin findet. Denn ohne Sinnerfahrung wird es für deine Mitarbeiter keine grundlegende Veränderung geben.


Wertschätzung und Vertrauen machen übrigens nicht an den Grenzen deines Teams oder deines Unternehmens halt. Vielmehr geht es um eine offene und respektvolle Haltung jedem Menschen gegenüber.


Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob es dein Kollege, dein Vorgesetzter oder die Reinigungskraft ist, der du gegenüber trittst. Denn ganz generell verstehen sich Werte unabhängig von Rollen und Positionen, weil sich Werte direkt auf den Menschen beziehen.


Im Grunde geht es um einen Reset, einen Reset deines Ego und der Erkenntnis, das es bei Führung nie um dich, sondern immer nur um deine Mitarbeiter geht. Deine Mitarbeiter erwarten von dir, dass du ihnen das gibst und so mit ihnen sprichst, wie sie es brauchen.


Dazu bedarf es einer Überarbeitung deiner eigenen Anschauung und Haltung, welchen Wert Mitarbeiter oder besser noch Menschen für dich im Unternehmen wirklich haben.


Als Führungskraft sollte es dir ein Privileg sein, andere Menschen ein Stück auf deren Lebensweg begleiten zu dürfen und zu erleben, wie sie aus sich heraus Potenziale und Möglichkeiten entfalten und aktivieren.


Wenn du dagegen als Mitarbeiter unter einer Führungsperson arbeitest, die dir das Gefühl gibt, unter deinen Möglichkeiten zu arbeiten, dann wünsche ich mir für dich den Mut und das Selbstvertrauen in die eigene berufliche Veränderung.


Denn alles Notwendige für eine neue Führungskraft steckt auch in dir und wartet nur auf die Transformation. Und diese schaffst du auch ganz ohne Berater oder Coach. Und wenn du wirklich einen Coach brauchst, dann schaffst du es eben mit.


Hab den Mut zu deinem Leben und zu deinen Entscheidungen.

Am Ende gibt es nichts zu bereuen, außer all die Dinge, die du nicht angegangen bist!


Herzlichst

- Stefan




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