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  • Stefan Bergmann

Was uns wichtig erscheint...

Charles Webster Leadbeater sagte einmal: "Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind." Das trifft auch auf unsere Werte und Wertvorstellungen zu. Auch wenn wir diese nicht sehen, hören oder fühlen können, sind sie unsere ständigen, unsichtbaren Begleiter.


Die meisten von uns setzen sich in der Pubertät das erste Mal mit der eigenen Identität so richtig auseinander. Wir stellen in dieser Phase die Ideale, Werte und Normen unserer Umwelt und unserer Eltern infrage und entscheiden, welche Lebensmotive uns zukünftig leiten sollen. Werte geben uns Grenzen, was gut und richtig ist und sie untermauern unsere Ideale und Glaubenssätze was sie zu einem wesentlichen Bestandteil unseres Selbstkonzepts macht.


Menschen, die mit sich im Reinen sind, überzeugen durch Ausstrahlung, innerer Kongruenz und Charisma. Ihnen fällt es leicht, andere von sich zu überzeugen, weil Haltung und Handlung stets integer und authentisch sind.


Aber Werte sind weder gut noch schlecht. Werte geben uns zwar Orientierung, aber die meisten davon gehören nicht zu unseren Kernwerten, sondern sind nur auswendig gelernt oder irgendwann bewusst oder unbewusst übernommen worden. Sie besitzen keinen echten, tief greifenden Wert und verhelfen uns somit auch nicht zu einer neuen Haltung. Sie schmeicheln meist nur dem eigenen Ego.


Begriffe wie "Wertschätzung", "Respekt", "Offenheit", "Selbstbestimmung" und all die anderen Begrifflichkeiten gehören eben jetzt zu einer zeitgemäßen Führung aber sie fühlen sich für mich manchmal so abgegriffen und unecht an.


Es sind oft nur Lippenbekenntnisse statt Herzweisheiten. Die meisten davon sind nur erlernt um Broschüren und Stellenanzeigen auf Hochglanz zu trimmen. Es sind Worthülsen ohne Seelen, welche den Blick nach außen statt auf das Innere richten.


Echte Werte erkennen Sie daran, dass Sie dafür den Blick nach innen richten müssen. Sie kommen von Herzen und sind mit einem echten Gefühl verbunden. Sie geben unserem Handeln Motivation und Sinnhaftigkeit. Fragen Sie sich doch ruhig einmal:

  • Wozu ist dieser spezielle Wert für mich gut?

  • Was verbinde ich mit diesem Wert und welches Gefühl oder Bild wird dabei in mir wach?

  • Woran erkennen andere, das ich diesen Wert gerade lebe?

  • Wo würde ich im Leben stehen, ohne diesen Wert?

Die dabei in Ihnen aufsteigenden Antworten sind maßgebend dafür, wer Sie wirklich sind und was Sie ausmacht. Werte ohne Gefühle, ohne Bilder, sind nicht schlecht aber sie gehören eben noch nicht Ihnen, sondern wurden einfach irgendwann mal übernommen.


Um diese Werte wirklich zu verinnerlichen und in Handlung und Haltung überführen zu können, müssen Sie sich mit deren Bedeutung, die sie für Sie haben, ernsthaft auseinandersetzen. Aber seien Sie nicht enttäuscht, wenn die Bilder und Emotionen etwas auf sich warten lassen. Dazu braucht es manchmal Zeit.


Unreflektiertes nachplappern irgendwelcher Prinzipien hilft Ihnen da also wenig. Damit schaffen Sie nur Inkongruenzen.


Es hilft uns also nicht, alle die polierten Werte, aus welcher Bewegung diese gerade auch immer kommen, einfach in unser Portfolio zu übernehmen. Vielmehr müssen wir beginnen, sie zu leben, zu fühlen, zu verinnerlichen und sie somit in unseren Wesenskern überführen zu können.


Ernst gemeinte Werte brauchen weder Dank noch Bewunderung.


Sie sind eingeschmiedet in die Persönlichkeit. Und sie sind echt.


Herzlichst

-Stefan

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