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  • Stefan Bergmann

Wie sich Führung verändern wird...

Aktualisiert: Juni 3

Führung in Teams und Unternehmen wird sich zukünftig verändern um die eigenen Potenziale als auch die Potenziale der Mitarbeiter entfalten zu können. Unternehmen, denen das nicht gelingt, werden nicht die Mitarbeiter finden, die sie dringend brauchen oder zukünftig noch schneller Mitarbeiter an modern geführte Unternehmen verlieren.

Stellen Sie sich vor, Sie stürzen beim Skifahren und werden in der Klinik behandelt, dass alles wieder am richtigen Platz ist. Ihr System - Ihr Körper schafft den Rest der Heilung ganz alleine. Oder: Sie klettern einen Vorstieg und Sie müssen dazu alle Ihre Kräfte mobilisieren, voller Fokus, ganze Aufmerksamkeit - und Ihr System fährt dazu ganz alleine alle Ressourcen hoch. In der Fachsprache wird dann auch von der Autopoiesis gesprochen. So wird der Prozess der Selbsterschaffung und Selbsterhaltung eines Systems genannt. Oftmals auch als "lebendes System" bezeichnet.


Und was ist mit der Psyche? Ja, auch dabei handelt es sich um ein lernendes System. Unser gesamtes Erleben, wie wir die Welt um uns herum Wahrnehmen, unsere Emotionen, unser Verhalten, einfach unser gesamtes "Ich" organisiert sich ganz ohne unser Zutun. Unsere psychischen Strukturen haben sich aufgrund unserer Lernerfahrungen gebildet und werde sich zu bis zu unserem Tod weiter verändern. Wir verfügen über ein riesiges Repertoire an Erfahrungen und wir wissen, was für uns gut oder weniger gut war.


Diese Erfahrungen konnten wir aber nur deshalb sammeln, weil wir von unserer Umwelt die "Erlaubnis" dazu bekamen. Wir haben die Möglichkeit erhalten, wurden sozusagen dazu befähigt, Dinge auszuprobieren, zu lernen, Fehler zu machen und unseren eigenen individuellen Erfahrungsschatz aufzubauen.


Doch dieser ist bei jedem Menschen anders und einmalig. Alles, was wir tun oder nicht tun, alles, was wir denken oder nicht denken, alles, was wir fühlen oder nicht fühlen greift auf diese Erfahrungen oder Nichterfahrungen zurück. Eine andere Möglichkeit haben wir nicht. Aus unserer eigenen Sicht handeln wir daher immer "Richtig" und "Vernünftig". Wir handeln auf der Grundlage unserer Erfahrungen und Emotionen und bewegen uns somit in unserer eigenen, selbst geschaffenen Realität.


Alles was wir tun, macht aus unserer eigenen Perspektive grundsätzlich immer Sinn. Wir stehen morgens nicht auf und überlegen uns, was wir heute sinnloses tun könnten. Was für uns allerdings einen Sinn ergibt, kann eine andere Person natürlich als Unsinn wahrnehmen, da diese über ein anderes Referenzsystem verfügt.


Für eine Person mit Führungsverantwortung muss daraus aber zwangsläufig ein neues Bild entstehen. Als Person in einer Führungsrolle können wir nicht wissen, ob eine Aufgabe von unseren Mitarbeitern genau so ausgeführt wird, wie wir uns es vorstellen. Da wir selbst kein Referenzsystem für unsere Mitarbeiter sind, haben wir auch keine Ahnung, ob unsere Mitarbeiter die Aufgabe als sinnhaft und bereichernd oder als unsinnig und störend erlebe.


Ein lebendes System tut, was zur umgebenden Struktur passt. Andernfalls wird sich keine Entwicklung einstellen. Ein Baum kann nur gesund wachsen, wenn Bedingungen wie Erde, Wasser, Sonne und ausreichend Platz vorhanden ist. Gleiches gilt auch für Mitarbeiter.


Als lösungsorientierte Führungskräfte schaffen wir Bedingungen für Wachstum und Autonomie. Wir erhöhen die Handlungsmöglichkeiten unserer Mitarbeiter und führen nicht so, wie wir selbst geführt werden möchten, sondern so, wie unsere Mitarbeiter es brauchen und wünschen.


Moderne Führung bedeutet für uns, die Autonomie des Einzelnen zu respektieren und die Meinung und die Freiheit zur Entfaltung der Ressourcen unserer Mitarbeiter zu stärken und zu fördern. Als Menschen tun wir generell gut daran, die Autonomie jedes Menschen zu respektieren.


Und zu welcher Erkenntnis führt uns das als Führungskräfte? Das Wissen um Autonomie, Selbstbestimmung, Selbstverwaltung und Entscheidungs- bzw. Handlungsfreiheit führt zu der Erkenntnis, dass es keinen Sinn ergibt, innere Handlungen von Menschen von außen bestimmen zu wollen. Mitarbeiter sind von außen nicht instruierbar. Mitarbeiter können sich nur selbst instruieren.


Als moderne Führungskraft können Sie selbst nur anregen und unterstützen. Sie können dabei helfen, Probleme sichtbar zu machen und Lösungsprozesse in Gang halten. Sie können unterstützen, indem Sie Ihre Mitarbeiter fragen, was sie bereits zur Problemlösung beitragen oder was sie von Ihnen zur Lösung eines Problems noch benötigen.


Wenn Sie das erstmal beherzigen, dann erleben Sie schon eine neue Rolle als Führungskraft. Jetzt arbeiten Sie als Unterstützer Ihrer Mitarbeiter ohne diese zu Bevormunden. Damit ist Ihre strukturelle Kopplung zu Ihren Mitarbeitern bereits gewährleistet. Das erleichtert Ihnen zudem Ihre Führungsrolle ungemein und beflügelt Ihre Akzeptanz.


Mehr zu dieser spannenden Art der Führung erfahren Sie in Kürze. Ich freue mich auf Sie...


- Stefan

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